FESTIVAL FREINSHEIM Konzertant, Joseph Moog & Friends, So.., 28.02.2027, 19:00

Joseph Moog & Friends

Hanna Mangold           Flöte
Rainer Schick               Oboe
Julius Kircher               Klarinette
Andreas Becker            Horn
Karlsson Schick            Fagott
Joseph Moog               Klavier

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
– Quintett Es-Dur op. 16 für Klavier, Oboe,
Klarinette, Horn und Fagott (1794-97)
– Klavierkonzert Es-Dur Nr. 0 WoO4 (1784)
(Fassung für Bläserquintett und Klavier
von Ulf-Guido Schäfer)

André Caplet (1878 – 1925)
– Quintett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette
und Fagott (1898)

Joseph Moog & Friends

Ludwig van Beethoven hat nur ein einziges Klavierquintett geschrieben – und das ist ein eindrucksvolles Werk.

Die Besetzung ist an das Mozarts Quintett für Klavier und Bläser in Es-Dur KV 452 angelehnt.
Beethoven kannte Mozarts Werk gut und schätzte es sehr. Allerdings entfaltet Beethovens Quintett mehr Dramatik und musikalische Kontraste.

Von Beethovens „nulltem“ Klavierkonzert Es-Dur WoO 4 ist von Beethoven selbst nur die revidierte Klavierstimme mit eingetragenen Orchester-Einsätzen überliefert. Er schrieb es 1784 in Bonn im Alter von nur 14 Jahren. Die in diesem Konzert aufgeführte Fassung dieses Werks ohne Opuszahl hat Ulf-Guido Schäfer (er ist selbst Klarinettist), so arrangiert, dass die Blasinstrumente zusammen mit dem Klavier den verlorenen Orchesterpart übernehmen.
Dabei musste Schäfer den Begleitpart aus den vorhandenen Hinweisen ableiten und den Rest quasi „neu“ komponieren. Durch die Beschränkung auf fünf Bläser entsteht ein sehr heller, durchsichtiger Klang, was ideal zum galanten Stil des 14-jährigen Beethoven passt, der in dieser Lebensphase noch stark von Komponisten wie Johann Christian Bach oder Mozart beeinflusst war. Schäfer nutzt die individuellen Farben der Blasinstrumente, um die verschiedenen Orchestergruppen zu simulieren.

Das Quintett für Klavier und Bläser von André Caplet ist ein faszinierendes Werk. Es gehört zu den frühen Kompositionen des französischen Komponisten und wurde 1898–1899 komponiert. Stilistisch steht das Werk an der Schwelle: Es zeigt noch Einflüsse der Spätromantik (besonders von seinem Lehrer Charles-Ferdinand Lenepveu), lässt aber bereits Caplets Nähe zu seinem späteren engen Freund Claude Debussy und dessen Impressionismus erahnen.

Eintritt: 28,00 €

10€ (Reduzierter Eintrittspreis nur für Schüler und Studenten)

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